
(Dr. Pecek bei einem
Hausbesuch mit Ford Fiesta)
(Ausgabe von lebenswichtigen Medikamenten)

(Leben mit 120 DM
im Monat)
|
Vielleicht
das größte Problem in Petrovsko ist Wasser. Dieses Jahr hatten
wir einen sehr heißen und trockenen Sommer gehabt, und jetzt im
November, haben wir schon Schnee gehabt , aber es passiert immer noch
daß wir kein Wasser haben. Im Sommer ist es fast normal, daß
es kein Wasser gibt, und wir sind sehr glücklich, wenn das Wasser
aus dem Wasserhahn fließt. Dann putzen wir schnell die ganze Praxis
und fuellen die Eimer mit Wasser ein für die Toiletten usw. Ich habe
schon mehrmals darüber mit dem Buergermeister gesprochen. Die Gemeinde
hat etwas Geld vom Staat bekommen, aber bei uns geschieht immer noch nichts.
Viele Bewohner in Petrovsko verstehen überhaupt nicht, wie wichtig
die neue Wasserleitung ist. Einige haben lieber kein fließendes
Wasser, als die Rechnungen für das Wasser zu bezahlen, obwohl dann
die Qualität des Wassers kontroliert wird. Es ist fast normal
hier, für ein paar Eimer Wasser bis zu nächsten Quelle zu fahren.
Das
Wasser war im Sommer sehr knapp
Letzte
Woche war hier ein junger Zahnarzt,er interessiert sich für die
Zahnarztpraxis. Er hat Lust diese Praxis aufzubauen. Bis jetzt waren
hier mehrere Zahnärzte, aber keiner hat etwas Lust gezeigt. Jeder
wollte alles fertig zu haben, und gut zu verdienen. Das kann man hier
nicht.
Meine weitere Ausbildung in Richtung
Familienmedizin oder Familienarzt fängt am 21.11.2003. an. Es wird
anstrengend, ich werde ganz normal arbeiten, die Vorlesungen sind am
Wochenende. Ich weiß nicht, wie meine Familie meine Abwesenheit
verträgt.
Ich lese, daß eure Kultur
und Kneipe wieder interessante Abende plant. Ich würde sehr gerne
an einem Abend teilnehmen. Wenn meine Fortbildung mir das erlaubt, versuche
ich als Zuschauer teilzunehmen. Es gibt viel Theater, das mag ich.
Die
Medikamente werden dringend benötigt
Eure Spende vom letzten Frühling wird gut verbraucht. Die Spritzen
von 5ml und 2 ml haben wir fast nicht mehr, Kanüllen auch, Verbände
auch, einige Ampullen wie Metamizol, Garamycin und Penicillin haben
wir nicht mehr, Salben wie Diclofenac, Clotrimazole und Tabletten wie
Ambroxol. Vaccine gegen Tetanus haben wir auch verbraucht.
Also, viele Grüße an alle Doenberger. Maria, Andrea
und ich freuen uns auf unsere weitere Zusammenarbeit.
Dr.Ivancica Pecek
|